[ bauxitgewinnung ]

:: Für die Massenherstellung von Aluminiumprodukten ist das Erz Bauxit unverzichtbar. Ein großer Anteil davon wird im Tagebau gefördert. Die bedeutendsten Abbaugebiete befinden sich in Ländern des Tropengürtels wie Australien, Guinea, Jamaika und Brasilien. Die allein aus heutiger Sicht wirtschaftlich abbauwürdigen, gesicherten Bauxitvorkommen weisen eine Reichweite von über 200 Jahren auf.

:: Etwa 18% der weltweit geförderten Bauxitmenge wird in Regenwaldgebieten gewonnen. Das entspricht einer Fläche von jährlich 2,4 Quadratkilometern. In diesen Gebieten wird überwiegend eine Form der Rekultivierung angestrebt, die dem ursprünglichen Ökosystem möglichst nahe kommt. Selbst wenn eine Rekultivierung in land- bzw. forstwirtschaftliche Nutzflächen erfolgt, kann auch dies indirekt zum Erhalt von Regenwald beitragen. Denn die Zerstörung der Regenwälder geschieht fast ausschließlich durch den Wanderfeldbau - einschließlich der Brandrodung - der ärmsten Bevölkerungsschichten, die nur auf diese Weise ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Die Schaffung land- bzw. forstwirtschaftlicher Nutzflächen kann somit die Brandrodung an anderer Stelle vermindern.

:: Die Vereinten Nationen verliehen 1990 ihren Umweltschutzpreis "Global 500 Roll of Honour for Environmental Achievement" für vorbildliche Rekultivierung an eine Bauxitmine in Westaustralien.