[ energieeffizienz ]

:: Die unendliche Ressource Wasserkraft ist der bedeutendste Energieträger zur Herstellung von Primäraluminium. Bereits heute werden rund 60 Prozent des weltweit produzierten Primäraluminiums mit Hilfe von Wasserkraft gewonnen.

:: Die Energieeffizienz ist mit Beginn der industriellen Aluminiumproduktion kontinuierlich verbessert worden. Wurden vor einigen Jahrzehnten noch 21 Kilowattstunden Strom je Kilogramm Hüttenaluminium eingesetzt, beträgt der durchschnittliche Stromverbrauch mittlerweile rund 15 kWh/kg - eine Einsparung von fast 30 Prozent. Im Rahmen einer Selbstverpflichtung der deutschen NE-Metallindustrie hat die deutsche Aluminiumindustrie darüber hinaus zugesagt, ihren Beitrag zur Senkung des spezifischen Energieverbrauches bis zum Jahre 2005 um weitere 22 % zu leisten (Bezugsjahr 1990).


:: Der Energieeinsatz für das Recycling von Aluminium ist bis zu 95 Prozent niedriger im Vergleich zur Primärherstellung. Da Aluminium ein ausgezeichneter Kreislaufwerkstoff ist, ergänzen sich Primär- und Sekundäraluminium in hervorragender Weise.

:: Darüber hinaus leisten die natürlichen Eigenschaften von Aluminium auch auf Produktebene ihren Beitrag zu einem effizienten Umgang mit Ressourcen und Energie: wegen ihrer Korrosionsbeständigkeit haben Aluminiumprodukte im Bausektor im Vergleich zu anderen Baustoffen eine hohe Lebensdauer verbunden mit geringen Aufwendungen für deren Instandhaltung. In der Verpackung spart die gute Wärmeleitfähigkeit des Aluminiums Energien bei der Kühlung z. B. von Getränken oder beim Erwärmen von Fertiggerichten. Durch ihr geringes Gewicht tragen Aluminiumprodukte zu Kraftstoffeinsparungen und Emissionsminderungen bei. Dies gilt sowohl im Flugzeugbau, im Schienenverkehr oder im Automobilbau unmittelbar als auch indirekt durch Energieersparnisse beim Transport der im Vergleich zu anderen Werkstoffen leichteren Verpackungen oder Baumaterialien.

:: Weitere Möglichkeiten eines effizienten Energieeinsatzes zeigt das Fernwärmeprojekt des weltgrößten Aluminiumwalzwerkes Alunorf in Nordrhein-Westfalen auf. Durch die Nutzung der Abwärme aus der Abgasreinigung von 13 Schmelzöfen wird ein wenige Kilometer entferntes Neubaugebiet für 6.500 Menschen mit Wärme versorgt. Die Maßnahme substituiert bis zu 3,9 Millionen Kubikmeter Erdgas und vermeidet so rund 10.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.